Keanu
- 3. März 2017
- 2 Min. Lesezeit
Keanu schrak aus seinen Gedanken und musste sich zuerst wieder in der Realität zurechtfinden. Er war gedanklich ganz woanders gewesen und schämte sich ein wenig dafür. Er hatte keinen Gedanken an das Amulett oder an Marcos oder seine Mutter verschwendet, nein, er hatte über die unbekannte Blondine nachgedacht, die vor ihm geflüchtet war, Italienisch gesprochen hatte und exakt aussah wie Giada. Ihm war immer noch nicht klar, was Giada auf Malta zu suchen haben könnte. Überhaupt, was interessierte es ihn? Wenn es tatsächlich Giada gewesen war, ging ihn das nichts an. Sie konnte reisen wohin sie wollte, oder vielmehr, wohin Daddy sie fahren ließ, denn Giada war nichts anderes als Daddys kleine Sklavin, dachte Keanu hämisch. Seine Marionette, sein verlängerter Arm. Zugegeben, eine sehr hübsche Marionette, aber eben doch eine Marionette ohne eigenen Willen und Gefühle. Langs

am richtete sich seine Wut gegen sich selber und nicht mehr gegen sie. Warum um alles in der Welt ging ihm dieses verräterische Weibsbild nicht aus dem Sinn. Was war eigentlich los mit ihm. Es gab weiß Gott genügend Frauen auf dieser Welt, um Giada zu ersetzen und um Spaß zu haben. Aber nein, er musste ihr nachtrauern wie ein Hund, der von seinem Besitzer irgendwo am Straßenrand angebunden und zurückgelassen worden war. Schlimmer noch, zuerst von Daddys Mitstreitern halb zu Tode geprügelt und im Meer versenkt worden war und dann erst angebunden und zurückgelassen. Überhaupt war ihm bis heute noch schleierhaft, wie er da lebend wieder rausgekommen war. Sein Schutzengel hatte wohl gerade Hochkonjunktur gehabt. Wie auch immer, mit Giada hatte seine Rettung nun wohl ganz sicher nichts zu tun gehabt. „Hallo, hörst du mir eigentlich zu?“ Er hörte Gregorys Stimme wie durch einen Nebelschleier und kam endgültig zurück in die Realität. Scheiss auf Giada! [if !supportLineBreakNewLine] [endif]









































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